2008

In drei Tagen zur Konzertreife

Workshop „musik-in-uns“ 2008 mit 13 Teilnehmer/-innen

***no title*** Die fünf Musiker der bekannten Gruppe Godewind forderten von den 10 Beschäftigten mit Behinderungen und den drei Mitarbeiter/-innen der NGD-Gruppe schon fast eine professionelle Leistung. Sieben Songs suchten sich die Teilnehmer/-innen aus, die sie in den drei workshop-Tagen einüben wollten. Die Auswahl ist bunt und reicht von „Lady in Black“ von Uriah Heep über „Leuchtturm von Nena bis hin zum „Schneewalzer“. Und natürlich wurde auch ein Zugabe-Song geprobt.

Vorraussetzung um am workshop teilnehmen zu können, waren musikalische Vorkenntnisse an einem Instrument oder eine Gesangsstimme. Gitarre, Schlagzeug, Akkordeon, Keyboard und Tenorhorn – das waren die Instrumente, auf denen die Teilnehmer spielen konnten.

***no title*** Und dann wurde es ernst. Unter der fordernden und fördernden Leitung von Godewind wurde aus den Einzelmusikern eine Band, in der jeder seinen Part zu übernehmen hatte. In den Pausen und auch am Abend wurde weitergeübt und auch ein Name war gemeinsam schnell gefunden: „wingood“.

Die fünf Musiker von Godewind haben wieder einen hervorragenden workshop geleitet. Bei 13 unbekannten Teilnehmern, mit unterschiedlichen musikalischen Stärken gar nicht so einfach. „Aufregend, ich weiß nie, was auf mich zukommt. Ich weiß auch nicht, ob sie mir vertrauen und mir musikalisch folgen werden“, so beschreibt Anja, Sängerin von Godewind, ihr Gefühl beim workshop. Sie begleitet die Sänger, studiert die Song und die Performance mit ihnen ein, motiviert sie und integriert sie in die Band. „Meistens sind die Teilnehmer zuerst sehr verschlossen, sie öffnen sich im Laufe des workshops, das sind für mich dann die Highlights der Arbeit. Wenn Malte (ein junger Mann mit Down-Syndrom) auf mich zugeht, um mit mir zu tanzen“, so Anja weiter.

***no title*** Auch für Borky von Godewind, der beim workshop die Teilnehmer mit den Seiteninstrumenten betreut, ist der erste Tag anstrengend. „Man muss erst zueinander finden, am zweiten Tag haben wir aber viel geschafft.“ Bei der Arbeit mit Profimusikern sei es genau so, meint er und ergänzt, „die Arbeit mit behinderten Menschen könnte ich jeden Tag machen. Es gibt da nicht so viele Unterschiede. Entweder du hast es musikalisch drauf oder nicht“.

Die Teilnehmer/-innen kommen aus der Hohenwestedter Werkstatt, den Werkstätten Rendsburg-Fockbek, den Werkstätten Materialhof, der Eckernförder Werkstatt, der FNL Marienhof, der TIDE – Gemeindenahe Sozialpsychiatrie und dem Theodor-Schäfer Berufbildungswerk. Es sind mit dabei:

Atze: Bass
Frank: Gesang und Tenorhorn
Peter: Schlagzeug
Sönke: Keyboard
Sascha: Gesang
Marko: Schlagzeug
Lars: E-Gitarre
Markus: Schlagzeug, Gesang und Percussion
Malte: Akkordeon
Thomas: Keyboard
Sonja: Gesang
Kirsten: Gesang
Tim: Gesang

***no title*** „Godewind ist der Hammer für mich“, „ich fühle mich wohl beim workshop“, „mit der Band einen workshop zu machen ist toll“, „ich habe beim Schlagzeug spielen einen anderen Rhythmus bekommen“, „ich habe meine Grenzen kennengelernt, aber auch mehr Erfahrung bekommen“, das sind nur einige Zitate der Teilnehmer/-innen. In einem waren sich alle einig: Bei aller Anstrengung war der Spaßfaktor hoch.

Celtic Star


Vielen Dank auch am celtic-star, die die Gitarren für den workshop zur Verfügung gestellt haben.

Am Samstagabend endete der workshop mit einem kleinen Konzert vor rund 40 Gästen. Es war eine gelungene Generalprobe für den Auftritt beim Festival „musik – in-uns“ am 15. November 2008 um 19.00 Uhr im Hohen Arsenal in Rendsburg.